
Wie wird man Verkehrspilot?
Voraussetzungen, Schulbildung, Lizenzen, Ausbildung, Dauer und Berufsaussichten: der komplette Leitfaden, um zu verstehen, wie man ins Cockpit einer Fluggesellschaft gelangt.
Der Weg im Überblick
Um Verkehrspilot zu werden, muss man die Voraussetzungen erfüllen, einen Ausbildungsweg wählen, die Auswahlverfahren bestehen, die erforderlichen Lizenzen und Berechtigungen erwerben und anschließend als Erster Offizier bei einer Fluggesellschaft einsteigen.
Voraussetzungen erfüllen
Schulbildung, fliegerärztliche Tauglichkeit, Englisch und Motivation.
Ausbildungsweg wählen
Private Schule, staatlicher Weg, Cadet-Programm, modular oder Umschulung.
Auswahlverfahren bestehen
Motivation, Logik, Englisch und Eignung für die Ausbildung.
Lizenzen erwerben
Theorie und Praxis bis zu den erforderlichen Berechtigungen.
Bei einer Airline einsteigen
Als Erster Offizier, später Aufstieg zum Kapitän.
Welche Voraussetzungen braucht man, um Verkehrspilot zu werden?
Für den Beginn einer integrierten Ausbildung sind keine Flugerfahrungen nötig. Bestimmte Voraussetzungen sind jedoch unverzichtbar: ein ausreichender Schulabschluss, ein Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1, gute Englischkenntnisse, hohe Motivation und die Fähigkeit, eine anspruchsvolle Ausbildung durchzuhalten.

Die Voraussetzungen erklärt
Die Voraussetzungen in 2 Minuten verstehen.
Alter
Je nach Ausbildungsweg ist der Einstieg bereits ab 17 Jahren möglich.
Schulbildung
In der Regel wird das Abitur oder ein gleichwertiger Abschluss verlangt.
Fliegerärztliche Tauglichkeit
Das Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 ist für die Tätigkeit als Berufspilot unverzichtbar.
Mehr erfahrenEnglisch
Englisch ist die internationale Sprache der Luftfahrt.
Studien- und Arbeitserlaubnis
Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Land, Lizenz und angestrebter Fluggesellschaft.
Führungszeugnis
Manche Fluggesellschaften oder Programme verlangen ein einwandfreies Führungszeugnis.
Welche Schulbildung braucht man, um Verkehrspilot zu werden?
Es gibt nicht den einen Weg zum Verkehrspiloten. Manche Bewerber gehen über eine private Flugschule, andere über eine selektive staatliche Ausbildung, ein Cadet-Programm, eine modulare Ausbildung oder eine berufliche Umschulung. Ein naturwissenschaftliches Profil kann helfen, doch der Erfolg beruht vor allem auf Methode, Beständigkeit, Englisch und Motivation.
Welchen Schulabschluss wählen?
Ein allgemeinbildender Abschluss mit naturwissenschaftlichen Grundlagen ist ein Vorteil, aber nicht der einzig mögliche Weg. Am wichtigsten sind die Grundlagen, um der Ausbildung zu folgen, die Auswahlverfahren zu bestehen und das Tempo zu halten.
Welchen Weg wählt man, um Verkehrspilot zu werden?
Mehrere Wege führen ins Cockpit. Sie unterscheiden sich in Tempo, Zugang, Finanzierung, Selektivität und dem Maß an Betreuung.
- Durchgehender Weg
Integrierte Vollzeitausbildung
Ein strukturierter Weg, auch integrierte ATP-Ausbildung genannt, der alle Schritte bis zur Berufspilotenlizenz und den zugehörigen Berechtigungen in einem durchgehenden Vollzeitlehrgang bündelt.
- Schritt für Schritt
Modulare Ausbildung
Ein schrittweiser Weg, der es erlaubt, Modul für Modul (Lizenz und Berechtigungen) im eigenen Tempo, Budget und Zeitrahmen voranzukommen.
- An eine Airline gebunden
Finanziertes Cadet-Programm
Ein sehr selektiver Weg, der in direkter Zusammenarbeit mit einer Fluggesellschaft organisiert wird, die Auswahlkriterien, Inhalte und Einstellungsziele festlegt. In der Regel von der Airline finanziert, kann er zu einer MPL-Lizenz führen, die eigens auf ihr operationelles Umfeld zugeschnitten ist.
- Über ein Auswahlverfahren
Staatliche Ausbildung
Ein sehr selektiver Ausbildungsweg, zugänglich über ein Auswahlverfahren und von einer öffentlichen Einrichtung finanziert. Die Plätze sind begrenzt und die Zulassungsbedingungen je nach Einrichtung unterschiedlich.
In Europa wird die Mehrheit der Piloten heute an privaten Schulen ausgebildet und finanziert ihre Ausbildung ganz oder teilweise direkt oder über ein Darlehen. Von einer Fluggesellschaft oder einer öffentlichen Einrichtung finanzierte Programme gibt es, sie bieten jedoch deutlich weniger Plätze und beruhen auf eigenen Auswahlverfahren.
Kann man nach einer ersten Karriere noch Pilot werden?
Und bei einer Umschulung?
Es ist möglich, nach einem Studium oder einer ersten beruflichen Laufbahn Verkehrspilot zu werden. Die Umschulung ist kein eigener Ausbildungsweg: Sie kann über eine Vollzeitausbildung oder eine modulare Ausbildung erfolgen, je nach verfügbarer Zeit, Finanzierung, Englischniveau, fliegerärztlicher Tauglichkeit und Karriereplan. Es gibt kein einheitliches Einstiegsalter, doch das Alter sollte im Verhältnis zur Dauer der Ausbildung, zu den Einstellungskriterien der Fluggesellschaften und zu den möglichen Berufsjahren nach der Ausbildung betrachtet werden. Eine fliegerärztliche Untersuchung der Klasse 1 ist daher ein wesentlicher Schritt, bevor man sich festlegt.

Die Schritte zum Verkehrspiloten
Der Weg hängt vom gewählten Ausbildungsweg ab, folgt aber in der Regel denselben großen Etappen: Voraussetzungen prüfen, eine Ausbildung wählen, die Lizenzen erwerben und die Auswahlverfahren der Fluggesellschaften bestehen.
Häufige Dauer: 18 bis 28 Monate in der integrierten Ausbildung
Ein Tag in der Ausbildung
Ein Blick hinter die Kulissen mit einem Flugschüler.
- Voraussetzungen
Die Voraussetzungen prüfen
Alter, Schulbildung, Englisch, fliegerärztliche Tauglichkeit, Studien- oder Arbeitserlaubnis: Der erste Schritt besteht darin, zu prüfen, ob Ihr Profil zum angestrebten Weg passt.
- Ausbildung
Den Ausbildungsweg wählen
Private Schule (integrierte Vollzeitausbildung oder modular), staatliche Ausbildung, finanziertes Cadet-Programm: Jeder Weg hat seine Vorteile, seine Einschränkungen und seinen Grad an Selektivität.
- Auswahl
Die Auswahlverfahren durchlaufen
Die Auswahlverfahren prüfen in der Regel Motivation, Denkvermögen, Englisch, Logik, Grundwissen und die Eignung für eine anspruchsvolle Ausbildung.
- Theorie
Die theoretische Ausbildung absolvieren
Die Theorie vermittelt die unverzichtbaren Grundlagen: Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Flugleistung, menschliches Leistungsvermögen, betriebliche Verfahren und Sprechfunk.
- Praxis
Die fliegerische Ausbildung absolvieren
Die praktische Ausbildung vermittelt Fliegen, Navigation, Verfahrensmanagement, Nachtflug, den Übergang zum Instrumentenflug und die operationellen Reflexe.
Reel · demnächstEine Flugstunde im Cockpit
An den Steuern mit einem Flugschüler.
- Lizenzen & Berechtigungen
Die erforderlichen Lizenzen, Berechtigungen und Zeugnisse erwerben
Je nach Ausbildungsweg absolviert der Bewerber die ATPL-Theorieprüfungen, die CPL(A)-Lizenz, die Instrumentenflug- und Mehrmotorenberechtigungen sowie ergänzende Module wie UPRT, APS/MCC und den Sprachnachweis FCL.055.
Angestrebte Lizenz & Berechtigungen
- ATPL-TheoriezeugnisseDie 13 Prüfungen + 100 KSA, die theoretische Referenz des Verkehrspiloten-Wegs.
- CPL(A)Die Berufspilotenlizenz für Flugzeuge.
- IR MENach Instrumenten fliegen, ohne Sicht, auf einem mehrmotorigen Flugzeug.
- UPRTTrainieren, eine ungewöhnliche Fluglage zu erkennen, zu vermeiden und zu beenden.
- APS MCCTrainieren, zu zweit im Cockpit zu arbeiten, wie bei einer Airline.
- Bewerbung
Die Auswahlverfahren der Airlines bestehen
Nach der Ausbildung muss der Bewerber die Auswahlverfahren der Fluggesellschaften bestehen: Interviews, Tests, Englisch, Simulator und Bewertung der Zusammenarbeit im Cockpit.
- Fluggesellschaft
Als Erster Offizier bei einer Airline einsteigen
Die erste Position im Linienbetrieb ist in der Regel die des Ersten Offiziers. Mit Erfahrung kann der Pilot später zum Kapitän aufsteigen.
Lizenzen, Berechtigungen, Prüfungen: Was muss man erwerben, um Verkehrspilot zu werden?
Verkehrspilot zu werden heißt mehr als „fliegen können“. Der Weg umfasst theoretische Prüfungen, eine Berufslizenz, Flugberechtigungen und ergänzende Module, die schrittweise auf das Umfeld der Fluggesellschaften vorbereiten. In Europa steht dieser Weg im Rahmen des EASA-Regelwerks.
- ATPL Theorie
Das Wissen des Verkehrspiloten
Die 13 Theorieprüfungen (+ 100 KSA) decken die wesentlichen Fächer des Berufs ab: Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Flugleistung, menschliches Leistungsvermögen, Flugvorbereitung und Sprechfunk.
- FCL.055
Das Niveau des Luftfahrtenglisch nachweisen
Diese Prüfung bestätigt die Fähigkeit des Piloten, im operationellen Umfeld auf Englisch zu kommunizieren, insbesondere mit der Flugsicherung.
- CPL(A)
Die Berufspilotenlizenz
Das ist die Lizenz, die es erlaubt, als Berufspilot auf Flugzeugen zu arbeiten, mit den nötigen zugehörigen Berechtigungen.
- MEP
Ein mehrmotoriges Kolbenflugzeug fliegen
Mit dieser Berechtigung lernt man, ein Flugzeug mit mehreren Kolbenmotoren zu fliegen. Fluggesellschaften verlangen sie nicht unmittelbar, sie ist aber Voraussetzung für die Instrumentenflugausbildung auf mehrmotorigen Flugzeugen und für die Berechtigung IR ME.
- IR ME
Nach Instrumenten fliegen
Diese Berechtigung erlaubt es, ein mehrmotoriges Flugzeug ausschließlich nach den Cockpit-Instrumenten zu fliegen, insbesondere bei eingeschränkter Außensicht.
- UPRT
Ungewöhnliche Situationen beherrschen
Dieses Modul bereitet den Piloten darauf vor, ungewöhnliche Flugsituationen wie einen Kontrollverlust oder eine anormale Fluglage zu erkennen, zu vermeiden und zu beenden.
- APS / MCC
Die Zusammenarbeit im Cockpit lernen
Diese Ausbildung bereitet auf die Arbeit zu zweit im Cockpit vor, mit Kommunikation, Aufgabenteilung und Entscheidungsfindung.
Um den europäischen Rahmen im Detail zu verstehen, lesen Sie unseren Leitfaden zur EASA-Lizenz.
Wie lange dauert es, Verkehrspilot zu werden?
Die Dauer hängt vom gewählten Weg und von der Flugschule ab. Eine integrierte Vollzeitausbildung kann einen vollständigen Lehrgang in etwa 18 bis 28 Monaten ermöglichen, während sich eine modulare Ausbildung je nach Tempo des Bewerbers über einen längeren Zeitraum erstrecken kann.
- Durchgehender Weg
18–28Monate
Integrierte Vollzeitausbildung
Ein vollständiger, durchgehender Lehrgang, von der Theorie bis zur Vorbereitung auf die Fluggesellschaften.
- Schritt für Schritt
Variabel
Modulare Ausbildung
Ein Fortschritt Lizenz für Lizenz, der sich nach dem Tempo des Bewerbers richtet und in der Regel ohne Vorbereitung auf die Auswahlverfahren der Fluggesellschaften auskommt.
24 Monate in Vollzeit — eine integrierte Ausbildung, von der Theorie bis zur Vorbereitung auf die Auswahlverfahren der Fluggesellschaften.
Wie finanziert man die Verkehrspilotenausbildung?
Die Verkehrspilotenausbildung ist eine erhebliche Investition. Die Kosten hängen vom Land, von der Schule, vom gewählten Weg, von den Flugstunden, den Simulatoren, den Prüfungen und den enthaltenen Berechtigungen ab. Deshalb ist es wichtig, die Finanzierung von Anfang an zu planen.
Studien- oder Ausbildungsdarlehen
Einige Banken bieten Lösungen speziell für lange berufliche Ausbildungen an.
Ratenzahlung
Manche Schulen erlauben es, die Zahlung nach den Etappen der Ausbildung zu staffeln.
Berufliche Förderungen
Je nach Profil können bestimmte Förderungen für eine Umschulung oder eine berufliche Weiterbildung genutzt werden.
Bei Astonfly lassen sich mehrere Lösungen prüfen, um die Finanzierung Ihrer Ausbildung zu erleichtern: Bankpartnerschaft, Ratenzahlung und Begleitung beim Zusammenstellen Ihrer Unterlagen, im Rahmen unserer Qualiopi-Zertifizierung. Finanzierungslösungen ansehen
Wie läuft ein Auswahlverfahren bei einer Fluggesellschaft üblicherweise ab?
Jede Fluggesellschaft legt ihr eigenes Auswahlverfahren nach ihrem Bedarf, ihrer Flotte und ihren internen Kriterien fest. Die Schritte können daher variieren, doch ein typisches Verfahren umfasst in der Regel mehrere aufeinanderfolgende Bewertungen.
Vorauswahl der Bewerbung
Prüfung des Werdegangs, der Lizenzen, der Berechtigungen und der Passung des Profils zu den Anforderungen der Airline.
Online-Tests
Eignungstests, Logik, technisches Wissen, Englisch und manchmal Persönlichkeitstests.
HR- und Fachinterview
Vorstellung des Vorhabens, der Motivation und des Werdegangs, ergänzt durch fachliche und operationelle Fragen.
Simulatorbewertung
Eine Übungssituation, in der Flugführung, Methodik, Kommunikation und Zusammenarbeit im Cockpit beobachtet werden.
Bei Astonfly bereitet das Programm Multi Airlines die Flugschüler auf die wichtigsten Etappen der Auswahlverfahren vor und begleitet sie beim Aufbau ihrer Bewerbung und ihres beruflichen Vorhabens.
Mit Astonfly Verkehrspilot werden
Astonfly bietet je nach Ziel zwei integrierte Wege in 24 Monaten: über die Future Flyer Academy zu Ryanair oder mit dem Programm Multi Airlines die Vorbereitung auf die Auswahlverfahren mehrerer Fluggesellschaften.
- Integrierte Ausbildung in 24 Monaten
- Campus 20 Minuten von Paris
- Moderne Flotte und Simulatoren
- Vorbereitung auf die Auswahlverfahren der Airlines
- Zugang zu Astonjob • Pilotenjobs & Alumni-Netzwerk
- 96 % Einstellungsquote nach 12 Monaten — Multi Airlines

Warum ich Astonfly gewählt habe
Mathilde Souto, Flugschülerin
Die Vorurteile über den Beruf des Verkehrspiloten
Viele Klischees schrecken Menschen ab, die im Cockpit bestens aufgehoben wären. Wir stellen die Dinge klar.
- Vorurteil
« Man muss ein Mathegenie sein »
Die RealitätEin gutes Niveau genügt: Entscheidend sind Beständigkeit und Methode, nicht das Talent für Berechnungen.
- Vorurteil
« Man braucht perfekte Sehkraft »
Die RealitätEine Korrektur ist in bestimmten Grenzen zulässig — das Sehvermögen wird schlicht bei der fliegerärztlichen Untersuchung der Klasse 1 geprüft.
- Vorurteil
« Man muss schon geflogen sein »
Die RealitätNein: Die integrierte Ausbildung beginnt bei null. Für den Start ist keinerlei Flugerfahrung nötig.
- Vorurteil
« Das ist ein Beruf für Männer »
Die RealitätFalsch. Der Beruf steht allen Profilen offen. Die Fluggesellschaften suchen vor allem motivierte, sorgfältige Bewerber, die im Team arbeiten können.
- Vorurteil
« Nach 25 bis 30 ist es zu spät »
Die RealitätUmschulungen sind häufig und bei den Fluggesellschaften geschätzt: Man kann auch später einsteigen, nach einem Studium oder einem ersten Beruf.
- Vorurteil
« Der Autopilot macht alles »
Die RealitätNein: Der Pilot entscheidet in jedem Moment. Die Automatik ist ein Hilfsmittel, nie ein Ersatz.
Worauf es wirklich ankommt — Motivation, Sorgfalt und Ernsthaftigkeit zählen genauso viel wie die Schulzeugnisse. Der Rest lässt sich lernen.
Bereit loszulegen?
Der Weg beginnt mit einem ersten Gespräch mit unserem Team.
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